Externe Publikationen

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen einige Bücher mit Bezug zu Aserbaidschan vor, die von anderen Organisationen herausgegeben werden.


 

Leyli va Madschnun / Köroghlu

Autor: Üzeyir Hacibeyov

Übersetzt aus dem Aserbaidschanischen ins Französische und mit einem Vorwort von Shirin Melikov. Mit freundlicher Unterstützung der französischen Botschaft in Aserbaidschan und dem französischen Centre National du Livre (2003).

Leyli va Madschnun und Köroghlu gelten als Meisterwerke der aserbaidschanischen Literatur und Musik. Beide Werke basieren auf den Hauptmotiven der türkisch-orientalischen epischen Tradition. Leyli va Madschnun wurde 1908 geschrieben und erzählt die tragische Liebesgeschichte zweier junger Menschen. Als „orientalische Oper“ vereinigt es eine dramatische Handlung aus der klassischen Dichtung mit der musikalischen Tradition der Mugham.

Köroghlu („Der Sohn des Blinden“) ist eine abendländische Oper in der Tradition Verdis, die erstmals 1937 veröffentlicht wurde. Die Handlung basiert auf einem Epos aus dem 16. Jahrhundert über den gleichnamigen Helden Köroghlu, der in der turksprachigen Welt sowie im Kaukasus und Zentralasien bekannt ist. Köroghlu ist eine Art Robin Hood des Orients, der gegen die allmächtigen Feudalherren rebelliert und sein Volk von deren Herrschaft befreit. Die Oper enthält originale Gedichte und Aschik-Gesänge (gr. ‚aoidos’ = epische Dichter).

Üzeyir Hacibeyov (1885–1948) stammte aus einer Musikerfamilie und wuchs mit den volkstümlichen Liedern der Mugham-Sänger auf. Als Komponist der aserbaidschanischen Nationalhymne und Gründer der aserbaidschanischen Musikschule ist er eine zentrale Figur der aserbaidschanischen Musikkultur. Leyli va Madschnun wurde 2003 von Shain Sinaria an der Cité Internationale Universitaire de Paris gelesen.

ISBN 2-915037-04-3 / 112 Seiten / 10,- €

Bestellung über Maison d'Europe et d'Orient (die Webseite ist nur auf Französisch verfügbar).


 

Monsieur Jordan, der Botaniker, und Derwisch Mästälischah, der berühmte Zauberer

Autor: Mirzä Fätäli Axundov

Übersetzt aus dem Aserbaidschanischen ins Französische von Louis Bazin mit einem Vorwort von Kazem Shahryari. Mit freundlicher Unterstützung der französischen Botschaft in Aserbaidschan und dem Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Aserbaidschan (2008).

Shahbaz Bey ist ein junger Intellektueller, der befürchtet, in seinem Leben nichts Anderes kennenzulernen als die traditionelle karabachische Gesellschaft, in der er aufgewachsen ist. Sein Traum ist es, gemeinsam mit Monsieur Jordan nach Paris zu gehen und dort die französische Sprache und Kultur zu studieren. Seine zukünftigen Schwiegereltern aber wollen seine Abreise verhindern und bitten den Zauberer-Derwisch Mästälischah um Hilfe; der verspricht ihnen die Zerstörung von Paris. Kurz darauf erreicht Monsieur Jordan eine Nachricht aus der französischen Hauptstadt: Die Stadt wurde während der Unruhen von 1848 als Geisel genommen. In seiner Komödie zeichnet Mirzä Fätäli Axundov ein beeindruckendes Bild von den traditionellen Bräuchen der orientalischen Gesellschaft. Das Stück nimmt die religiöse Unaufgeklärtheit und die Korruption der damaligen Gesellschaft aufs Korn.

Mirzä Fätäli Axundov wurde 1812 geboren. Ab 1834 arbeitete er für die russischen Reichsbehörden in Tiflis, Georgien, als Übersetzer aus den orientalischen Sprachen. Neben seinen philosophischen Gedichten und Pamphleten verfasste er mehrere Komödien, die ihm den Beinamen „Molière des Orients“ einbrachten.

ISBN 978-2-915037-48-7 / 96 Seiten / 11,- €

Bestellung über Maison d'Europe et d'Orient (die Webseite ist nur auf Französisch verfügbar).

 

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