Bewegendes Gedenkkonzert zugunsten der britischen Krebsstiftung

Pressemitteilung: Im Gedenken an Fiona Maclachlan, eine außergewöhnliche Freundin Aserbaidschans, fand am 10. November in den historischen Gemäuern der St. James’s Church, Piccadilly in London ein tief bewegendes Konzert statt. Es spielten der namhafte Dirigent und Cellist Dmitry Yablonsky gemeinsam mit dem Komponisten und Pianisten Farhad Badalbeyli, Rektor der Musikakademie Baku. Beide sind Co-Direktoren des internationalen Musikfestivals Qäbälä in Aserbaidschan. Die Violinistin Janna Gandelman, die mit ihrer Polyphony Foundation junge arabische und israelische Musikstudenten zusammenbringt, war ebenfalls Teil des Konzertprogramms. Die Gedenkveranstaltung wurde von rund 300 Angehörigen und Freunden von Fiona und Aserbaidschan besucht und von „The European Azerbaijan Society“ (TEAS) organisiert. Der Erlös einer Kollekte ging an die britische Krebsstiftung Cancer Research UK.

Alastair Maclachlan, Ehemann von Fiona, durch dessen berufliche Tätigkeit sie 2004 nach Aserbaidschan kam, sagte: „Fiona hätte den heutigen Abend sicher sehr genossen. Sie verbrachte gern ihre Zeit mit der Familie und mit alten und neuen Freunden und sie liebte die aserbaidschanische Kultur und Musik. Die Idee zu diesem Konzert stammt von Dmitry und Farhad, und ich möchte mich bei ihnen und bei TEAS herzlich für die Organisation bedanken.“

TEAS-Direktor Lionel Zetter sagte: „Der heutige Abend ist dem Gedenken an unsere ehemalige Kollegin Fiona gewidmet, die wir schmerzlich vermissen werden. Sie war eine leidenschaftliche Fürsprecherin Aserbaidschans. Sie liebte die Menschen, die Natur und das Land insgesamt. Fionas Herz schlug auch für die aserbaidschanische Musik und wir freuen uns sehr, dass Dmitry und Farhad, die beide eng mit Fiona befreundet waren, heute Abend hier für uns spielen werden.“

Dmitry Yablonsky sagte: „Fiona war und ist eine gute Freundin. Sie hat das Land intensiv erforscht und bereist und wusste wohl mehr über Aserbaidschan als jeder andere. Fiona war eine bemerkenswerte Frau. In meinem Herzen wird sie immer weiterleben.“

Das Konzert begann mit dem Stück „Grave“ aus dem Violinkonzert G-Dur von Johann Georg Benda in einer Übertragung für Cello, dessen tiefe, dunkle Töne die Stimmung des Abends prägten. Es folgten die sehr ernsten und leidenschaftlichen Drei Fantasiestücke op. 111 von Robert Schumann.

Als nächstes spielte Janna Gandelman in einer seltenen Darbietung die Sonate für Violine und Klavier von Qara Qarayev, die der berühmte aserbaidschanische Komponist 1960 im Gedenken an seinen langjährigen Freund, den Pianisten Vladimir Kozlov, geschrieben hatte. Qarayev hatte bei Dmitri Schostakowitsch studiert und dessen modernen atonalen und chromatischen Stil auf die aserbaidschanische Mugham-Musik mit ihren östlichen Harmonien und mikrotonalen Intervallen übertragen.

Als überraschende Zugabe zum Konzertprogramm spielte Farhad Badalbeyli Deniz (Das Meer), einesseiner bekanntesten Stücke für Soloklavier, das er für seine Frau geschrieben hat.

Mit dem romanzenhaften Andantino für Cello und Klavier von Rachmaninow, das der damals 19-jährige Komponist seine Cousine Vera Dmitrijewna zugeeignet hatte, wurde die Stimmung im Saal wieder nachdenklicher. Dann betrat Violinistin Janna Gandelman erneut die Bühne zu einem Vortrag des bekannten Claire de Lune aus der Suite bergamasque von Claude Debussy. Das Programm des Abends wurde mit der populären und hochemotionalen Liedkomposition Vocalise von Rachmaninow in einer Überarbeitung für Cello – einem Lied ohne Worte – fortgesetzt.

Nach Standing Ovations des Publikums spielte Janna Gandelman als Zugabe das Stück Meditation aus der Oper Thaïs von Jules Massanet. Den Abschluss des Abends bildete der 3. Satz aus der Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65 vonFrédéric Chopin, dargeboten von Farhad und Dmitry.

Dieses emotional tief bewegende Gedenkkonzert erinnerte an eine wundervolle Mutter, Großmutter und Freundin Aserbaidschans, deren Tod im Leben vieler Menschen eine große Lücke hinterlässt.

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