Die Karabakh Collection von Leonie Mergen repräsentierte die aserbaidschanische Tradition bei der Berlin Fashion Week

Am Mittwoch, dem 18. Januar 2017, fand unter der Schirmherrschaft und mit Unterstützung der « The European Azerbaijan Society » (TEAS) ein außergewöhnliches Event im Rahmen der MERCEDES BENZ FASHION WEEK statt. Die in Berlin ansässige Leonie Mergen, die mit jungen und frischen Ideen glänzt, präsentierte ihre neue, herausragende « Karabakh Collection » auf dem Laufsteg, welche durch Motive und Kultur von Karabach gekennzeichnet ist, einer aserbaidschanischen Region inmitten des Südkaukasus.

Beeinflusst vom reichen kulturellen Erbe Aserbaidschans veröffentlichte Leonie ihre aktuelle Kollektion, eine Serie, die von der traditionellen Kleidung der Region Berg-Karabach inspiriert wurde. Die interpretierten Muster der Kompositionen erinnern an die bekannten Teppiche des Landes, mit charakteristischen Ausschnitten und weit fallenden Mänteln, die sich in der Kleidung für Männer und Frauen gleichermaßen wiederfinden. Aserbaidschan liegt an der historischen Seidenstraße und ist zudem führend in der Pferdezucht. Dies sieht man auch Leonies Design an: Accessoires aus Leder, die sich an die Reittradition anlehnen, und aufwendige Seidenverarbeitungen spielen in ihrer Kollektion eine wichtige Rolle. 

Vor einem Publikum von 500 Vertretern der Modeindustrie, Modereportern und internationalen Gästen fand die höchst atmosphärische Show im historischen Kaufhaus Jandorf in Berlin Mitte statt. Die Show begann um 12 Uhr und dauerte eine halbe Stunde. Die Kollektion wurde in 26 verschiedenen Looks auf dem Laufsteg präsentiert, während im Hintergrund traditioneller aserbaidschanischer Mugham und Instrumentalmusik gespielt wurde. Leonie Mergens ungewöhnlicher und interkultureller sowie technisch perfekt umgesetzter Ansatz in Zusammenspiel mit der perfekten Performance der Models wurde im höchsten Maße vom Publikum gewürdigt. Das Publikum war begeistert und feierte die Karabakh Collection als weiteren Meilenstein der andauernden Bemühungen der The European Azerbaijan Society, das Bewusstsein für die andauernde Besetzung Berg-Karabachs durch armenische Truppen zu schärfen.

Der bewaffnete Konflikt um Berg-Karabach wurde zwischen 1988 und 1994 um das aserbaidschanische Territorium im Westen, in dem sowohl ethnische Aserbaidschaner als auch Armenier lebten, ausgetragen. Jedoch reicht die Vorgeschichte des Konfliktes Jahrhunderte zurück. Als Ergebnis dieser einseitigen Invasion besetzt Armenien bis heute Berg-Karabach und die sieben angrenzenden Provinzen, insgesamt etwa 20% des aserbaidschanischen Staatsgebiets, und beinahe eine Million aserbaidschanischer Flüchtlinge und Binnenvertriebene verloren ihre Heimat. Berg-Karabach wird von der internationalen Gemeinschaft universell als Teil des Staatsgebiets Aserbaidschans angesehen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte die andauernde Besetzung in vier Resolutionen und forderte einen unverzüglichen Rückzug der armenischen Truppen.

Tale Heydarov, der Präsident der TEAS erklärte: « Die Karabakh Collection ist ein sehr interessantes Thema für TEAS und wir waren glücklich, Leonie Mergen, einer jungen Berliner Designerin, die Chance zu geben, von Aserbaidschan inspirierte Mode vor einem weltweiten Publikum zu präsentieren. und sie bei ihrer inspirierenden Reise durch unser Land zu unterstützen. » Mit Bezug auf Berg-Karabach erklärte er: « Eine Modekollektion mit diesem Grad der internationalen Berichterstattung und Aufmerksamkeit hilft erheblich, einem breiteren Publikum aufzuzeigen, dass eine besetzte Region Namens Berg-Karabach existiert und dass Schritte unternommen werden müssen, um unser nationales Erbe in allen Bereichen der Kultur und Zivilgesellschaft zu schützen. »

Der Fashionshow folgten ein Press-Get-Together und Resee in welchen weitere Details der Kollektion von Leonie Mergen vorgestellt wurden. 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.karabakh-collection.com

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